Internationaler Währungsfonds vollzieht 180 Grad-Kehrtwende

Dieser Beitrag wurde am von in
Gesellschaftspolitik veröffentlicht.
Sparpolitik schadet Volkswirtschaften massiv

Die kurzfristige Multiplikatorenwirkung öffentlicher Ausgaben wird erheblich unterschätzt, stellt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner neuesten Prognose zur Weltwirtschaft, dem World Economic Outlook (WEO) fest. Die so genannten Fiskalmultiplikatoren messen Effekte, die bestimmte öffentliche finanzpolitische Impulse auf die gesamtwirtschaftliche Produktion haben. So hat zum Beispiel das Ausbleiben staatlicher Investitionen in soziale Dienstleistungen eine Reihe von Folgewirkungen: Es werden weniger ArbeitnehmerInnen benötigt und somit wird weniger an Einkommensteuer und Umsatzsteuer in den Staatssäckel einbezahlt.

Gewerkschaften seit jeher gegen „Kaputtsparökonomie“
Bis dato vertraten IWF, OECD und die Europäische Kommission die Meinung, Sparmaßnahmen beeinträchtigten das Wirtschaftswachstum nur geringfügig und nur drastisches Sparen führe dazu, dass Haushaltsdefizite und Staatsschulden sinken würden. So wurde uns seit Jahren erklärt der Weg aus den Staatsschulden wäre es kürzer zu treten und Sozialausgaben sowie staatliche Investitionen einzudämmen, um finanzielle Defizite abzubauen. Dass Budgetkonsolidierungen ohne gezielte Investitionen negative Auswirkungen haben, wurde zwar nicht bestritten, aber als geringfügig abgestuft. Die europäischen Gewerkschaften haben sich von Beginn an gegen das EU-Diktat der Austeritätspolitik gestellt und verstärkte Investitionen in Wachstum und Beschäftigung als Krisenausweg gefordert, zuletzt im Europäischen Sozialpakt.

Als nun trotz drastischer Einsparungen in den Krisenländern und genereller Sanierungen in der Eurozone das große Ziel Schuldenabbau sogar noch weiter in die Ferne rückte, begann im IWF offenbar ein Umdenkprozess. Im aktuellen Report beschäftigt man sich mit der Frage, ob die Effekte der Budgetkürzungen so negativ seien, weil man die Auswirkungen, also den Fiskalmultiplikator, unterschätzt habe.

Fehleinschätzung mit realen Folgen für Millionen von Menschen
Der IWF untersuchte die 28 reichsten Länder der G20 und EU. Dabei wurden die Wachstumsprognosen der Kommission, OECD, EIU (Economist Intelligence Unit) und des IWF selbst seit 2010 auf ihre Erfüllung analysiert. Die vier Organisationen gingen im Untersuchungszeitraum je nach Rechenmodell davon aus, dass Budgetkürzungen eine negative Auswirkung zwischen 0,4 % (OECD-Berechnung) und 1,2 % (IWF-Berechnung) auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hätten. Der IWF musste jedoch feststellen, dass der angenommene Wert beim Fiskalmultiplikator viel zu niedrig eingestuft wurde. Die negativen Auswirkungen der Sparmaßnahmen seien um 0,5 Prozentpunkte höher als ursprünglich angenommen. Demnach müssten die Prognosen auf 0,9 bis 1,7 % des BIP korrigiert werden. Konkret heißt das nun laut der neuen IWF-Berechnung, dass wenn ein Land pro Jahr öffentliche Ausgaben in Höhe von 1% seines BIPs einspart, sich damit auch das BIP selbst um 1,7% reduziert. Damit verbunden ist natürlich ein Rückgang der Beschäftigtenzahlen und des privaten Konsums. Weiterlesen

Inflation klettert im September 2012 auf 2,7 %

Dieser Beitrag wurde am von in
Verbraucherpreisindex veröffentlicht.

warenkorb Die Inflationsrate für September 2012 betrug nach Berechnungen von Statistik Austria 2,7% (August 2,2%, Juli 2,1%). Wichtigster Preistreiber war die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser und Energie“ (+3,0%), gefolgt von den Ausgaben für Treibstoffe (+9,3%) und Nahrungsmittel (+3,3%). Auch die Preise für „Bekleidung und Schuhe“ stiegen überdurchschnittlich (+3,5%).

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2010 (VPI 2010) für den Monat September 2012 lag bei 106,7. Gegenüber dem Vormonat (August 2012) stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,9%.

Ausgaben für Wohnen, Tanken und Nahrungsmittel für mehr als Hälfte der Inflation verantwortlich

Die höchste Preisdynamik im Jahresvergleich wies die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser und Energie“ mit durchschnittlich +3,0% auf (Einfluss +0,55 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür waren Preisanstiege für Haushaltsenergie (insgesamt +3,8%; Heizöl +11,6%, Strom +1,8%, Gas +3,2%) sowie höhere Wohnungsmieten (+3,6%). Die Instandhaltung von Wohnungen kostete insgesamt um 2,0% mehr als vor einem Jahr.

Für die Teuerungen in der Ausgabengruppe „Verkehr“ (durchschnittlich +3,3%, Einfluss: +0,49 Prozentpunkte) waren höhere Treibstoffpreise (durchschnittlich +9,3%) hauptverantwortlich. Wartung und Reparaturen von Pkw verteuerten sich insgesamt um 3,4%.

In der Ausgabengruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (durchschnittlich +3,4%; Einfluss: +0,41 Prozentpunkte) kosteten Nahrungsmittel durchschnittlich um 3,3% mehr (Fleisch und Fleischwaren +6,3%, Gemüse +10,2%, Brot und Getreideerzeugnisse +3,3%, Molkereiprodukte und Eier +0,9%, jedoch Obst -4,5%). Die Preise für alkoholfreie Getränke stiegen durchschnittlich um 4,7% (Kaffee +7,6%).

Für die Preisanstiege in der Ausgabengruppe „Verschiedene Waren und Dienstleistungen“ (durchschnittlich +2,8%; Einfluss: +0,28 Prozentpunkte) waren überwiegend Teuerungen bei Versicherungsdienstleistungen (insgesamt +2,6%) sowie bei der Körperpflege (+2,0%) verantwortlich.

In der Ausgabengruppe „Bekleidung und Schuhe“ (durchschnittlich 3,5%; Einfluss: +0,21 Prozentpunkte) stiegen die Preise für Bekleidungsartikel im Jahresabstand um 2,8%, jene für Schuhe um 5,4%. Weiterlesen

Sitzen trotz Sports schädlich

Dieser Beitrag wurde am von in
Betriebliche Gesundheitsförderung veröffentlicht.

Wer täglich viele Stunden im Sitzen verbringt, hat ein erhöhtes Risiko von Diabetes, Herzkrankheiten und einem früheren Tod. Das gilt auch für jene, die Sport betreiben. Zu dieser Erkenntnis sind Wissenschaftler der Universitäten Leicester und Loughborough gekommen, die 18 existierende Studien mit fast 800.000 Probanden analysierten.

Acht bis neun Stunden im Büro, danach eine halbe Stunde im Auto und abends womöglich vor dem Fernseher: Die Möglichkeiten, den Großteil seines Tages sitzend zu verbringen, sind groß. Wer sich nach einem langen Arbeitstag aufrafft, eine Stunde Sport zu betreiben, der tut das zwar nicht ganz umsonst, wirklich ausgleichen kann er die schädlichen Auswirkungen des langen Sitzens jedoch nicht.

Die Forscher, die ihre Ergebnisse im „Diabetologia Journal“ veröffentlichten, konnten aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Studien kein Limit ausmachen, ab dem das Sitzen zur Gesundheitsgefahr wird. Klar ist jedoch, so Emma Wilmot, Leiterin der Studie, aus der die BBC zitiert, dass jene, die viel sitzen, ein höheres Risiko für Diabetes, Herzkrankheiten und einen früheren Tod haben als jene, die ihren Tag mehr in Bewegung oder stehend verbringen. Weiterlesen

Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst

Dieser Beitrag wurde am von in
Allgemein veröffentlicht.

Am 09. Oktober 2012 beginnen auch in unserem Betrieb (Diözese Linz) die KV-Verhandlungen. Im Auftrag der GPA-djp und der GÖD verhandeln auf DienstnehmerInnenseite: Otto Märzinger (Zentralbetriebsratsvorsitzender, Betriebsratsvorsitzender DFK), Martina Stütz (Betriebratsvorsitzende PH), Magdalena Hartl (Betriebsrätin PA), Mag. Andreas Krenn (Betriebsrat BO), Christian Penn (Betriebsratsvorsitzender PB), Reinhard Gratzer (Regionalsekretär GPA-djp Oberösterreich) Mehr Informationen gibt es bei der Betriebsversammlung.

Herzliche Einladung zur Betriebsversammlung

Dieser Beitrag wurde am von in
Allgemein veröffentlicht.

Wie bereist mehrmals angekündigt – ist es nun bald so weit:  Am Mittwoch 24. Oktober 2012, von 14:00 bis ca. 18:00 Uhr findet unsere Betriebsversammlung statt. Wir treffen uns diesmal im Pfarrzentrum Linz – St. Markus, Gründbergstraße 2. Einen Anfahrtsplan dazu findest du hier. Für alle KollegInnen die mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs sind findest du hier den Verkehrslinienplan der Linz Linien. Vom Linzer Hauptbahnhof Linie 1 oder 2, – Haltestelle „Gründberg“, gleich gegenüber befindet sich das Pfarrzentrum. Zur elektronischen Fahrplanauskunft der Linz Linien kommst du hier.

Wir freuen uns auf dein Kommen und rege Diskussion. Die Tagesordnung ist dem Newsletter als Anhang beigefügt.

Dein Betriebsratsteam von Pastorale Berufe

Als JugendleiterInnen und PastoralassistentInnen in die Seelsorge gesendet: Festgottesdienst im Linzer Mariendom

Dieser Beitrag wurde am von in
Diözese Linz veröffentlicht.

In einem festlichen Gottesdienst am 30. September 2012 sandte Bischof Dr. Ludwig Schwarz 13 Frauen und Männer in den pastoralen Dienst der Diözese. Die Direktorin der Abteilung Pastorale Berufe, Mag.a Brigitte Gruber-Aichberger stellte die 13 KandidatInnen dem Bischof vor. Die neuen SeelsorgerInnen werden als PastoralassistentInnen in Pfarren und als JugendleiterInnen arbeiten.

Sendung durch Bischof Schwarz in den Pastoralen Dienst _ Foto: Diözese Linz
Sendung durch Bischof Schwarz in den Pastoralen Dienst _ Foto: Diözese Linz

Bischof Dr. Ludwig Schwarz drückte in der Predigt seine große Freude darüber aus, dass 13 Frauen und Männer in den pastoralen Dienst gesendet werden. Sie haben – wie alle Getauften – Anteil am gemeinsamen königlichen Priestertum Jesu Christi, so der Linzer Diözesanbischof.
Die Gesendeten haben Gottes Geist empfangen. Dieser möge sie erleuchten, führen und trösten. Dieser habe die PastoralassistentInnen und JugendleiterInnen mit seinen Gaben ausgestattet, die die Gesendeten nun zum Wohl der Gemeinden einsetzen. Weiterlesen

Kirchliche Entscheidungsträger und Gewerkschaft bezüglich Gehälter von KindergartenpädagogInnen: Konkrete Gespräche vereinbart

Dieser Beitrag wurde am von in
Diözese Linz veröffentlicht.

Vertreter der Diözese Linz, Caritas und die Erhalterkonferenz der kirchlichen Kindertageseinrichtungen („Pfarrcaritas-Kindergärten“) teilen nach wie vor das Anliegen der Gewerkschaft, dass die Gehälter von KindergartenpädagogInnen in den ersten Dienstjahren erhöht werden sollen.

Prälat Mayr (l.) und Bischofsvikar Mittendorfer  mit Vertretern der Gewerkschaft und Kindergartenpädagoginnen. _ alle Fotos Diözese Linz
Prälat Mayr (l.) und Bischofsvikar Mittendorfer mit Vertretern der Gewerkschaft und Kindergartenpädagoginnen. _ alle Fotos Diözese Linz

Dafür setzen sich alle ein – auch schon lange vor dem Gewerkschaftsprotest. Mehrfach wurde bereits beim Land OÖ. und den oö. Gemeinden eingefordert, dass das neue Dienstrecht für KindergartenpädagogInnen, das derzeit in Ausarbeitung ist, entsprechende Regelungen vorsieht. Denn die kirchlichen Kindertageseinrichtungen sind von der finanziellen Abdeckung durch die öffentliche Hand abhängig.

Der Bischofsvikar für Soziales Mag. Maximilian Mittendorfer hat am Freitag, 28.9.2012 im Linzer Bischofshof in Vertretung von Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz gegenüber der Gewerkschaft diese Position bekräftigt. Er nahm für den terminlich verhinderten Diözesanbischof gemeinsam mit Prälat Josef Mayr, Vorsitzender der Erhalterkonferenz der Pfarrcaritas-Kindergärten die Resolution von Gewerkschaftsvertretern und Kindergartenpädagoginnen entgegen. Mittendorfer und Mayr betonten, dass die Gesprächsbereitschaft mit der Gewerkschaft von Seiten der kirchlichen Einrichtungsträger weiterhin besteht und schlugen vor, einen konkreten gemeinsamen Gesprächstermin zu vereinbaren. Die Terminkoordination hat Prälat Mayr übernommen. Die Gewerkschaftsvertreter begrüßten das Ergebnis vor den versammelten Personen beim Linzer Bischofshof. (Quelle: Diözese Linz)

Damit der Mausarm locker bleibt

Dieser Beitrag wurde am von in
Betriebliche Gesundheitsförderung veröffentlicht.

Klick, klick, klick: Hunderte Male am Tag wird bei einem Computerarbeitsplatz die Maus mit den Fingern betätigt. Derartige monotone Bewegungsabläufe, die längere Zeit wiederholt werden, können die Funktion der Muskeln, Sehnen und Bänder überlasten und ein komplexes Krankheitsbild auslösen. Es wird als „Repetitive Strain Injury“-Syndrom (RSI) oder auch als Mausarm bezeichnet. Zu diesem Krankheitsbild zählen auch Beschwerden wie Sehnenscheidenentzündungen, das Karpaltunnelsyndrom oder die Epicondylitis – eine Reizung der Sehnenansätze am Muskel im Bereich des Unterarms.

Dabei treten schmerzhafte Beschwerden im Bewegungsapparat der oberen Extremitäten auf. Die Symptome reichen von leichten bis starken Schmerzen in Händen bzw. Handgelenken, Ober- und Unterarmen, Ellenbogen, Schultern oder Nacken. Auch Krämpfe, Steifheit oder ein Taubheitsgefühl können auftreten. Oft sind die Beschwerden mit einseitigen Haltungen an Computerarbeitsplätzen verbunden. Aber auch persönliche oder arbeitsplatzbedingte Einflüsse können zur Entstehung beitragen. Dazu zählen Zeitdruck, monotone Arbeitsabläufe oder wenig selbstständige Entscheidungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz.

Wichtig ist, schon bei den ersten Anzeichen eine arbeitsmedizinische Untersuchung durchführen zu lassen. Je früher eine Behandlung beginnt, desto rascher können die Beschwerden abklingen. Weiterlesen

Eröffnung 11. Oktober 2011

Dieser Beitrag wurde am von in
Diözese Linz, Wir sind Kirche veröffentlicht.

Am 11. Oktober 1962 wurde das Zweite Vatikanische Konzil feierlich eröffnet. Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums finden auf der ganzen Welt Festgottesdienste und Feierlichkeiten statt.

Am 11. Oktober beginnt auch das weltweite Jahr des Glaubens, das von Papst Benedikt XVI. ausgerufen wurde und bis 24. November 2013 dauert.

Auch die Diözese Linz feiert am 11. Oktober 2012:

18.15 Uhr: Festgottesdienst im Linzer Mariendom
Im Anschluss: Jubiläumsfest auf Einladung der Katholischen Jugend OÖ auf dem Domplatz

Alle sind herzlich eingeladen, mitzufeiern! Die Gottesdienstvorbereitung wird von Bischofsvikar Johann Hintermaier koordiniert. Die Gestaltung wird das Miteinander von allen Christinnen und Christen unserer Diözese widerspiegeln. Die Katholische Jugend OÖ hat sich für das anschließende Fest auf dem Domplatz viele überraschende Besonderheiten einfallen lassen: Von der Feuershow über Videobotschaften bis hin zum „Fenster zum Himmel“ soll es viele Attraktionen geben.

Herzliche Einladung zum Mitfeiern und Mitfreuen!

Mariendom

Flickr CC by-nc-sa a_kep

(Quelle: freudeundhoffnung.wordpress.com)