Archiv der Kategorie: Allgemein

Bischof Scheuer sendete 15 KandidatInnen in den pastoralen Dienst

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15 Frauen und Männer wurden am 27. September 2020 in einem feierlichen Gottesdienst im Mariendom Linz von Bischof Dr. Manfred Scheuer in den pastoralen Dienst der Diözese gesendet.

Sie sind als PastoralassistentInnen in Pfarren, Beauftragte für Jugendpastoral im Dekanat, als Liturgie- und BildungsreferentInnen, Ökumenebeauftragte, JugendleiterInnen sowie Krankenhaus- und BetriebsseelsorgerInnen tätig.

Mit Bischof Dr. Manfred Scheuer feierten Generalvikar DDr. Severin Lederhilger, Diakon Mag. Anton Birngruber, MA, Mag.a Brigitte Gruber-Aichberger PMM (Direktorin Pastorale Berufe), Mag.a Gabriele Eder-Cakl (Direktorin Pastoralamt) sowie Mag. Rainer Haudum (Ausbildungsbegleiter der Theologiestudierenden).

„Ihr seid das Gesicht von Kirche, ihr prägt Kirche vor Ort“

In seiner Predigt erinnerte Bischof Manfred Scheuer an das wichtigste Gebot: die Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe. Wer sich um den Menschen sorge und die Menschen gernhabe, handle so, wie Jesus es den Seinen aufgetragen habe. Bischof Scheuer: „Liebe schließt die Dimensionen des Eros, der erotischen Liebe, der philia, der Freundschaftsliebe, und der Agape, der absichtslosen Nächstenliebe und auch der Liebe zu den Armen, mit ein. Im pastoralen Dienst wäre es fatal, wenn eine Dimension der Liebe ausfallen oder verkümmern würde. Ohne Aufmerksamkeit für euch selbst brennt ihr aus und die Kraft verkümmert. Ihr wollt das mit ganzer Kraft tun, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, also nicht nur professionell oder als Gelderwerb. Zur gelebten Liebe und Solidarität gehören auch Strukturen. Aber ohne menschliche Nähe und Freundschaft, ohne Berührung verkommen die Menschen emotional.“ Der Lesungstext ermutige dazu, sich gemeinsam gegen Ungerechtigkeiten in der Welt einzusetzen und sich für ausgegrenzte, schwache und kranke Menschen starkzumachen, betonte Scheuer. Dazu brauche es die Stärkung durch die Gemeinschaft der Glaubenden, denn, so der Bischof wörtlich: „Auch wenn die seelsorgliche Arbeit seit der Corona-Pandemie häufig online und auf sozialen Plattformen stattfindet, kann sie unsere physische Gemeinschaft im Glauben, wo wir uns Kraft für unseren Auftrag holen, nicht ersetzen.“ Weiterlesen

Homeoffice: Zwischen Isolation und Autonomie

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Allgemein, ÖGB veröffentlicht.

Wissenschaftlerin Bettina Kubicek über Chancen und Gefahren der neuen Arbeitswelt

Die Arbeitswelt steht vor einer massiven Veränderung: Mehr als 40 Prozent aller ArbeitnehmerInnen waren im März und April 2020 im Homeoffice, wie eine Erhebung der Arbeiterkammer ergeben hat. Und auch wenn dieser Wert wahrscheinlich wieder abnimmt, weiß ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann: „Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben.”

Bettina Kubicek, Universitätsprofessorin der Uni Graz, setzt sich damit wissenschaftlich auseinander und war auch beim ÖGB-Sommerdialog zum Thema Homeoffice zu Gast. Im Interview gibt die Wissenschaftlerin einen Einblick in den Stand ihrer Forschungen, Probleme und Chancen in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt und sagt, was jetzt nötig ist, um die Zukunft auch für ArbeitnehmerInnen sinnvoll zu gestalten.

Ihr Spezialgebiet ist die Arbeits- und Organisationspsychologie – wie betrifft ihr Forschungsfeld das Thema Homeoffice?
Es geht darum zu analysieren und Empfehlungen abzugeben, wie Arbeit für Menschen gesund bzw. gesundheitsfördernd gestaltet werden kann. Homeoffice ist natürlich ein Aspekt der Arbeitsgestaltung und kann durchaus positive Aspekte haben. Es geht aber auch um Führung, Organisations- und Personalentwicklung, etwa die Frage, wie Führung angepasst werden muss, welche Kompetenzen bei Beschäftigen und Führungskräften gestärkt werden sollten und welche Organisationskultur zu Homeoffice passt.  

Wie verändert Homeoffice unsere Arbeitswelt?
Basiert die Kultur des Unternehmens auf Vertrauen, dann kann die Arbeit im Homeoffice zu mehr Autonomie seitens der Beschäftigten führen. Wird hingegen stark auf Kontrolle gesetzt, werden die Handlungsspielräume der Beschäftigten eher eingeschränkt. Man muss die Vorstellung von Führung überdenken und auch die Beurteilung von Leistung. Es geht nicht um die Anwesenheit, sondern um den Beitrag, den MitarbeiterInnen im Homeoffice leisten. Das kann bedeuten, dass Führungspersonen mehr Koordinationsaufgaben übernehmen müssen, um sicherzustellen, dass die Zusammenarbeit und der Austausch im Team funktionieren. Dazu sind auch Rahmenbedingungen und Zielvorgaben nötig. Ist man in der Tätigkeit sehr abhängig voneinander, verändert Homeoffice die Zusammenarbeit im Team sehr stark. Der Austausch untereinander verlangt Planung. 

Dadurch rückt auch die Arbeitsleistung in den Fokus, der Blick auf die Arbeitszeit nimmt ab, oder?
Das ist generell eine Herausforderung, die nicht spezifisch für das Homeoffice ist. Zielvereinbarungen sind prinzipiell etwas Positives, sie geben eine Richtung und Erwartungen vor. Wichtig ist aber, dass diese Ziele realistisch sind und nicht verstärkten Druck aufbauen. Sie müssen so gesetzt werden, dass sie herausfordernd und motivierend sind, aber nicht so hoch, dass sie nicht erreicht werden können. Ein typisches Problem ist, dass Ziele häufig auf dem Erreichten des Vorjahres aufsetzen. Das führt zu einer Aufwärtsspirale und ist problematisch.
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Haderer Kunstkalender – Grundeinkommen – Crowdfounding

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Neu erschienen ist ein wunderbar erfrischender Haderer KunstKalender Grundeinkommen im Großformat (ca. A2 = 40breit x über 50cm hoch)!

Den Erlös aus dem Kalendervertrieb verwendet jede der beteiligten Organisationen (Arge Grundeinkommen OÖ, Generation Grundeinkommen, Runder Tisch Grundeinkommen Wien) je für eigene Aktivitäten. Weiters wird die Europäische BürgerInnen-Initiative zum Grundeinkommen, die am 9. Mai 2020 gestartet wird, unterstützt. Nicht zuletzt möchten wir versuchen, die Kalender-Idee selber (nachhaltig) weiterzuführen: Insgesamt also eine breite Palette an Aktivitäten, deren Umsetzung dank Gerhard Haderers großzügiger Geste (er verzichtet dankenswerterweise auf jegliches Entgelt für Rechte!) mit ermöglicht werden soll!

Seine exzellenten 12 Motive vertreiben wir unter anderem über ein Crowdfundingprojekt. Via Spende ist dieses Kunstwerk hier ganz leicht zu erhalten: https://www.gemeinwohlprojekte.at/projekte-unterstuetzen/details/projekt/117/ (klick!)

Erheiternden Kunstgenuss in den eigenen vier Wänden oder auch im Büro – und das für sich und viele andere mindestens ein Jahr lang (das Kalendarium ist jahresunabhängig).

(Quelle: gemeinwohlprojekte.at)

 

Sozialversicherungsreform: Außer Spesen nichts gewesen?

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Allgemein, GPA veröffentlicht.

Die Umgestaltung der Sozialversicherung war eines der Großprojekte von Schwarz blau. 2020 bleibt in der Sozialversicherung kein Stein am anderen.

Während die Regierung voller Eigenlob Milliardeneinsparungen in Aussicht gestellt hat, fallen in Wirklichkeit Berater- und Fusionskosten in Millionenhöhe an. Hier klaffen Inszenierung und Wirklichkeit weit auseinander. Es wird teurer!

Dem Gesundheitswesen wird Geld entzogen – Geschenke an die Großindustrie

2020 werden die bisherigen neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zusammengelegt. Leider wurde im selben Gesetz beschlossen, dass die neue ÖGK mit weniger Geld für ihre Versicherten auskommen muss, als die neun Gebietskrankenkassen zusammen.

2019 bis 2023 werden der ÖGK über 500 Millionen Euro an Mitteln vorenthalten, die bislang den Krankenkassen zugeflossen sind. Ein Teil davon ist, dass Privatspitäler künftig 15 Millionen pro Jahr zusätzlich auf Kosten der Sozialversicherung erhalten. Darüber freut sich der Leiter der Privatklinik Währing, der ein persönlicher Freund von Ex Vizekanzler Strache ist. Seine Klinik wurde nun in die Liste der Privatspitäler aufgenommen, die Geld aus der Sozialversicherung erhalten können.

Auch bei der Unfallversicherung wurde der Sparstift angesetzt. Diese muss pro Jahr mit über 120 Millionen Euro weniger auskommen, weil den Arbeitgebern der Beitragssatz reduziert wurde. Das war eine langjährige Forderung der Industriellenvereinigung. Weiterlesen

Heilsames Mitgehen: In die seelsorgliche Begleitung der Menschen gesendet

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In einem festlichen Gottesdienst im Linzer Mariendom wurden am Sonntag, 22. September 2019 zwölf Frauen und zwei Männer von Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer in den pastoralen Dienst der Diözese gesendet.

Sie sind als PastoralassistentInnen in Pfarren, als Beauftragte für Jugendpastoral im Dekanat, als Regionskoordinatorin, als Leiterin des diözesanen Jugendbegegnungszentrums, als Krankenhausseelsorgerinnen, als HochschulseelsorgerInnen und als Kundschafterin tätig.

Mit Bischof Scheuer feierten Generalvikar DDr. Severin Lederhilger, Bischofsvikar und Dompropst Msgr. Wilhelm Vieböck, Diakon Mag. Anton Birngruber, Mag.a Brigitte Gruber-Aichberger (Direktorin der Abteilung Pastorale Berufe), Mag.a Gabriele Eder-Cakl (Direktorin des Pastoralamtes) und Mag. Rainer Haudum (Ausbildungsbegleiter im Referat Ausbildungsbegleitung Theologie).

Nach der Begrüßung durch Bischof Scheuer stellten Brigitte Gruber-Aichberger und Gabriele Eder-Cakl die KandidatInnen vor und bestätigten, dass diese die erforderlichen Ausbildungen abgeschlossen haben, ihren Glauben in Verbundenheit mit der Kirche leben und mit ihren verschiedenen Charismen das Evangelium verkünden wollen. Die KandidatInnen bekundeten vor Bischof Scheuer ihre Bereitschaft, das Wort Gottes glaubwürdig zu leben und es den Menschen zu verkünden. Weiterlesen

Angebot der HYPO OÖ für MitarbeiterInnen der Diözese Linz

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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Öffentlichen Institutionen und der landesnahen Unternehmen zählen seit jeher zu den wichtigsten Kunden der Hypo OÖ.

Mit der „Oberösterreich-Produktlinie“ bietet die Hypo OÖ für alle MitarbeiterInnen aus dem öffentlichen und landesnahen Bereich ein exklusives, umfassendes und kostengünstiges Angebot an. Diese Produktlinie gilt auch für MitarbeiterInnen der Diözese Linz.

Um dir einen Überblick über die aktuelle Produktlinie zu verschaffen, hat die HYPO OÖ drei Folder zusammengestellt:

Flyer Konto-Allgemein
Flyer Konsumkredit
Flyer Wohnkomfortkredit

Erfahre außerdem mehr unter www.hypo.at.

(Quelle: www.hypo.at)

Neu: Leitfaden zur Beurteilung langer Arbeitszeiten

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Allgemein, Arbeiterkammer veröffentlicht.

Für SchwerarbeiterInnen sind lange Arbeitszeiten aus arbeitsmedizinischer Sicht ein klares No-Go.

Die Fertigstellung der neuen arbeitsmedizinischen Leitlinien zur gesundheitlichen Beurteilung langer Arbeitszeiten der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin (ÖGA) ist auf der Zielgeraden. Die „Gesunde Arbeit“ bekam einen ersten Einblick.

Wissenschaftlich ist gesichert: Lange Arbeitszeiten bergen Gesundheitsrisiken. Anlässlich des von der Regierung eingeführten 12-Stunden-Arbeitstages wird der Leitfaden zur arbeitsmedizinischen Beurteilung langer Arbeitszeiten der ÖGA auf den neuesten Erkenntnisstand gebracht. Die Neufassung liefert einen Überblick über aktuelle Literatur und wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Gesundheitsgefahren der Arbeitszeitausweitung. „Die ÖGA möchte mit dem Leitfaden bei der Evaluierung und Bewertung von Arbeitsbedingungen in Zusammenhang mit langen Arbeitszeiten unterstützen und Maßnahmenempfehlungen bereitstellen“, erklärt Dr. Erich Pospischil, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin.

Arbeitszeitausweitung ist „nicht gesund“
Fakt ist: Die Arbeitszeitausweitung der Regierung wird von der ÖGA als „nicht gesund“ eingestuft. Vor allem die Kombination von langen Arbeitszeiten mit weiteren Gesundheitsrisiken wie Nachtarbeit, hohen Konzentrationserfordernissen, vorhandenen Gefahrenstoffen, Hitze, ungeregelten Pausen etc. wird als besonders kritisch gesehen. „Wird Schwerarbeit (>2.000 kcal für Männer und >1.400 kcal für Frauen) geleistet, sind lange Arbeitszeiten aus arbeitsmedizinischer Sicht ein klares No-Go“, so Pospischil. Darüber hinaus warnt die ÖGA vor der zunehmenden Gefahr eines Arbeitsunfalls: Je länger gearbeitet wird, desto größer ist auch das Unfallrisiko zu bewerten.

Mehr Arbeitszeit = mehr arbeitsbedingte Erkrankungen
Der Zusammenhang zwischen langen Arbeitszeiten und arbeitsbedingten Erkrankungen wird in den neuen Leitlinien durch aktuelle Studienergebnisse neuerlich belegt: So können lange Arbeitszeiten das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Thrombosen, Diabetes, Muskel-Skelett-Erkrankungen u. v. m. erhöhen. Auch psychische Beschwerden wie etwa Depression, erhöhter Alkoholkonsum oder Übergewicht sind mit langen Arbeitszeiten assoziiert. „Der 12-Stunden-Tag kann gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Viel Leid für die betroffenen Beschäftigten, aber auch Mehrkosten für Betriebe und Volkswirtschaft sind dann die Folge“, warnt Pospischil.

Baustelle Grenzwerte
Auch chemische Arbeitsstoffe und physikalische Belastungen sind Arbeitszeitthemen und werden im Leitfaden ausführlich erörtert. Grenzwerte sind bisher auf 8-Stunden-Arbeitstage ausgelegt. Ein aktueller Erlass des Arbeitsinspektorats macht zumindest in diesem Punkt Hoffnung: Verlängerte Arbeitszeiten verpflichten die ArbeitgeberInnen zur Neuevaluierung – auch konkrete Vorgehensweisen zur Berechnung von Grenzwerten für chemische Arbeitsstoffe, Lärm, Vibrationen und optische Strahlung werden im Erlass erläutert.

AutorIn                        Johanna Klösch, AK Wien
Quelle  Magazin Gesunde Arbeit 2/2019 (klick)
www.gesundearbeit.at
Datum                                       03.05.2019 12:01

Wir geben traurig Nachricht

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Allgemein, Diözese Linz veröffentlicht.

Unerwartet und plötzlich- so heißt es immer,
wenn Menschen selbst beschließen,
zu ihrem Schöpfergott heimzugehen.
Das trifft auch auf unseren Kollegen Ernst Pointl zu,
den viele im Betrieb Pastorale Berufe gekannt haben.

Ich habe ihn lange Zeit als Kollegen und Betriebsrat – auch in den schwierigsten Phasen seines Lebens – begleitet und zu unterstützen versucht.
Meine Freundschaft mit ihm geht schon auf die Studentenzeit zurück,
wo ich eine Ausstellung mit seinen Bildern organisiert habe.

Als Pastoralassistent und Leiter des Maximilianhauses hat er versucht,
Kirche und den Glauben an Gott den Menschen näher zu bringen,
ist dabei selber immer wieder auf Grenzen gestoßen,
Grenzen, die für sein Leben manchmal eine schwere Last bedeutet haben.

Ich erinnern mich gerne an Ernst Pointl zurück
und respektiere auch seinen Entschluss,
zu seinem Schöpfergott heimzugehen.
Oder wie er es in einem Gespräch noch im in der letzten Juliwoche dieses Jahres zu mir gesagt hat:
Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken.
WIe wahr sind diese alten Worte aus dem Gotteslob, angesichts seins Todes.

Ruhe in Frieden, Ernst

Dein kollegialer Begleiter und Betriebsrat Gerhard Pumberger.

Unsere besondere Anteilnahme gilt der Familie und Freunden unseres Kollegen Ernst Pointl.

Die Leitung und das Betriebratsteam von Pastorale Berufe

Die Verabschiedung unseres Kollegen findet am Freitag 31. August 2018, um 17:30 Uhr in der Pfarrkirche St. Konrad/Almtal statt. Am Donnerstag 30. August 2018 findet um 18:30 Uhr die Totenwache in der Pfarrkirche St. Konrad/Almtal statt.

Parte Ernst Pointl

Geplante Änderungen des Arbeitszeitgesetzes: Stellungnahme der BetriebsrätInnen der Diözese Linz

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AKDÖ, Allgemein, GPA, Zentralbetriebsrat veröffentlicht.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Der Zentralbetriebsrat der Diözese Linz und die Betriebsratsgremien der Caritas für Menschen mit Behinderungen, der Caritas für Betreuung und Pflege, der Caritas für Kinder und Jugendliche und der Caritas für Menschen in Not nehmen zum Initiativantrag der Bundesregierung betreffend Ausweitung der täglichen Arbeitszeit auf 12 Stunden bzw. der wöchentlichen auf 60 Stunden wie folgt Stellung:

Wir lehnen diese Gesetzesinitiative strikt ab,

  • weil dies im Widerspruch zu den Prinzipien der katholischen Soziallehre steht, die die Würde der Arbeit, den Wert des Familienlebens und die Bedeutung der ArbeitnehmerInnenvertretung betont.
  • weil wir sie für einen gesellschaftlichen Rückschritt im Sinne des Interessenausgleichs zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen halten.
  • weil wir das Vorgehen der Regierung, das Gesetz ohne öffentliches Begutachtungsverfahren zu beschließen, für inakzeptabel halten.
  • weil dadurch betriebsrätliche bzw. gewerkschaftliche Mitbestimmung ausgeschaltet
  • weil damit eine deutliche Verschlechterung der Abgeltung von Überstunden einhergehen wird.
  • weil wir die Ausdehnung der Arbeitszeiten für gesundheitlich schädlich und hinsichtlich Unfallgefahren bedenklich halten.
  • weil längere Arbeitszeiten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren.
  • weil Freizeitmöglichkeiten weiter eingeschränkt werden und damit auch ehrenamtliches Engagement in Vereinen oder Organisationen erschwert wird.

An Stelle einer weiteren Ausdehnung der Arbeitszeit treten wir für eine Humanisierung der Arbeitswelt ein. Wir sind der Meinung, dass vor dem Hintergrund steigender Zahlen von psychischen Erkrankungen, den Folgen der Digitalisierung und den nach wie vor hohen Arbeitslosenzahlen eine gerechte Verteilung der Arbeit (z.B.: Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit) das Gebot der Stunde ist! Dies ermöglicht mehr Menschen die Teilhabe an der Arbeitswelt und somit ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben.

Mit kollegialen Grüßen,

 

Zentralbetriebsrat der Diözese Linz
BRV Otto Märzinger, Dipl.-PAss Christian Penn, Renate Moser,
Mag. Andreas Krenn, Carmen Bergsmann, Mag.a LL.B. Johanna Fischer

Betriebsrat der Caritas für Menschen mit Behinderungen
BRV Mary-Jane Höfer

Betriebsrat der Caritas für Betreuung und Pflege
BRV Adelheid Fragner

Betriebsrat der Caritas für Kinder u Jugendliche
BRV Heinz Scheichl

Betriebsrat der Caritas für Menschen in Not
BRV Mag. (FH) Paul Pupp

 

Brief AKDÖ AZG (klick!)
FAQs Allianz für den freien Sonntag (klick!)
Stellungnahme KAB (klick!)
Ersteinschätzung GPA-djp (klick!)