Datenschutz – was sind Daten?

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Im österreichischen Datenschutzgesetz DSG 2000 ist als Grundrecht normiert, dass „Jedermann Anspruch auf Geheimhaltung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten hat, soweit ein schutzwürdiges Interesse daran besteht.

Aber was ist mit „Daten“ eigentlich gemeint?

Sehr wichtig ist vor allem die Tatsache, dass der Anwendungsbereich des DSG 2000 nicht nur Daten von Personen, sondern auch die Daten von Unternehmen erfasst! Dieser Schutz ist nur in wenigen EU-Staaten gegeben.

  • „Normale“ personenbezogene Daten: das können sämtliche Informationen sein, die mit einer Person oder einem Unternehmen in Verbindung stehen oder gebracht werden können, z.B. Name, Firmenname, Geburtsdatum, Adresse, Einkommen, Lebenslauf, Umsatz, Kleidergröße, aber auch Werturteile („ist ein schlechter Zahler“), biometrische Daten (Fingerabdruck), Bild- und Tondokumente (Fotos, Videoaufnahmen einer Überwachungskamera) und Standortdaten (GPS). [Knyrim, Datenschutzrecht² (2012)]
  • Sensible Daten: diese sind besonders schutzwürdig. Es handelt sich um Daten über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöse oder philosophische Überzeugung, Gesundheit oder Sexualleben.

Es ist irrelevant, auf welchem Medium die Daten gespeichert werden, d.h. es macht keinen Unterschied, ob diese in einer EDV-Anlage oder „analog“ auf Papier gespeichert werden.

(Mag. Alexander Marktler, Datenschutzbeauftragter der Diözese Linz)

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